Historische
Städte: Colmar – eine Stadt wie aus dem
Bilderbuch
Hier handelt es sich nicht um ein Dorf, sondern um eine Metropole!
Colmar, die Hauptstadt des Département Haut-Rhin, ist auch
die Hauptstadt des Elsässischen Weines. Eine
vergnügte, muntere, gemütliche Stadt von
außergewöhnlicher Schönheit, die es
verdient, besucht und entdeckt zu werden.
Eine Stadt, von der der französische Maler Claude Monet
sicherlich begeistert gewesen wäre: eine, inmitten der
Äcker und Weinberge erbaute Stadt in der Riedebene, auf dem
Schwemmland des Rheines. Blau zeichnen sich die Silhouetten der Vogesen
am Himmel ab, die sich wie Vorposten erheben. An den Ufern der Fecht
und Lauch erscheint ihr Spiegelbild im Wasser. Was der
impressionistische Künstler wohl für ein Kunstwerk
aus diesen Bildern gezaubert hätte…
Und alle Weinbarone können noch so sehr ihre
blumengeschmückten Dörfer anpreisen. Von Eguisheim,
"der Wiege", bis Riquewihr, "der Perle“ – Colmar
bleibt doch das Zentrum, die Stadt, in der man für
Besprechungen, ebenso wie für gemütliches
Zusammensein zusammenkommt.
Aber nicht nur Weinliebhaber kommen hier auf ihre Kosten. Wer sich gern
an Kunst erfreut, der kann hier zum Beispiel im Martinsmünster
(13.- 15. Jahrhundert) das Gemälde „Maria im
Rosenhag“ von Martin Schongauer bewundern oder im ehemaligen
Dominikanerinnenkloster Unterlinden das dort im Jahre 1850
eingerichtete Unterlindenmuseum mit dem Isenheimer
Altargemälde von Matthias Grünewald (16. Jahrhundert)
besuchen, das bei Kunstliebhabern in aller Welt ein beliebtes
Ausflugsziel bildet!
Geschichte
Colmar (deutsch Kolmar), Stadt im Elsass, am Fuß der Vogesen,
im Nordosten von Frankreich, Hauptstadt des Departements Haut-Rhin.
Colmar ist durch einen Kanal mit dem nahe gelegenen Rhein verbunden. Zu
den wichtigsten Produktionszweigen zählen Maschinenbau sowie
Nahrungsmittel- und Textilindustrie. Darüber hinaus ist der
Fremdenverkehr von herausragender Bedeutung. Ein bekanntes Bauwerk ist
das Martinsmünster (13.-15. Jahrhundert) mit dem
Gemälde Maria im Rosenhag (15. Jahrhundert) von Martin
Schongauer (der in dieser Stadt lebte). Im ehemaligen
Dominikanerinnenkloster Unterlinden befindet sich seit 1850 das
Unterlindenmuseum mit dem Isenheimer Altargemälde von Matthias
Grünewald (16. Jahrhundert).
Bereits im 9. Jahrhundert gegründet, wurde Colmar 1226 eine
freie Stadt des Heiligen Römischen Reiches und ging im 17.
Jahrhundert an die französische Krone über. 1871 bis
1919 und während des 2. Weltkrieges stand Colmar unter
deutscher Herrschaft. Die Einwohnerzahl beträgt etwa 65 000.