Von Weil am Rhein nach Staufen führt es durch die fruchtbare
Landschaft des Markgräflerlandes. Von den sanften
Hügeln der Vorbergzone bieten sich herrliche Ausblicke in das
Rheintal, zu den Höhen des Schwarzwaldes, des Jura und der
Vogesen.
Im Frühjahr zur Baumblüte und im Herbst, wenn sich
nach der Weinernte das Laub bunt färbt, ist eine Wanderung auf
diesem Weg besonders reizvoll! Mit seinen ca. 15 500 Hektar
Rebfläche und einem langjährigen Mostertrag von einer
Million Hektolitern ist Baden das drittgrößte
Weinanbaugebiet der Bundesrepublik.
Das badische Anbaugebiet erstreckt sich etwa 400 Kilometer lang
über die neun Bereiche Tauberfranken, Badische
Bergstraße, Kraichgau, Ortenau, Breisgau, Kaiserstuhl,
Tuniberg, Markgräflerland und Bodensee. Das Klima ist hier
besonders sonnig und warm dank der geschützten Lagen an den
Flanken des Schwarzwaldes und des Odenwaldes und aufgrund der
klimatisch begünstigten Oberrheinischen Tiefebene.
Lernen Sie doch einige unserer Weine kennen! Wie wäre es zum
Beispiel mit einem golden schimmerndem Gutedel, der mit seinem feinen
Aroma Ihren Gaumen erfreut? Oder mit einem trockenen bis halbtrockenen
„Rivaner" – einem Müller-Thurgau? Oder Sie
lassen sich von einem Weißherbst verlocken… Kommen
Sie doch einfach und probieren Sie!
Gutedel – Goldschimmer und feines
Aroma
Der Gutedel stellt die Hauptrebsorte im Markgräflerland dar,
wo er ideale Anbaubedingungen mit einem milden und sonnigen Klima
vorfindet. Im Jahr 2000 feierte das Markgräflerland im
Süden Badens ein ganz besonderes Jubiläum: die dort
heimische Rebsorte Gutedel wurde (etwa) 5.000 Jahre alt. Ihre Urheimat
wird in Palästina vermutet, der Anbau am mittleren Nil vor
5.000 Jahren gilt als verbürgt. Vermutet wird danach eine
Verbreitung an Römer und Griechen durch die seefahrenden
Phönizier.
Ein leichter und bekömmlicher Weißwein der durch
seine dezente Säure, und das filigrane Fruchtspiel macht ihn
zu einem süffigen Begleiter. Man sagt auch der Gutedel ist ein
dienender Wein, da er mit einer Vielzahl von Speisen harmoniert.
Müller Thurgau – Rivaner
Die Sorte Müller-Thurgau wurde 1822 von
Prof.Dr.Müller aus Thurgau aus der Schweiz aus einer Kreuzung
von Riesling und der königlichen Magdalenentraube
gezüchtet. Trocken und halbtrocken ausgebaut wird die Sorte
heute sehr häufig als „Rivaner" bezeichnet, nach den
ursprünglich vermuteten Elternreben Riesling und Silvaner.
Die unkomplizierten Weine sind geschmacklich leicht zugänglich
und werden aufgrund ihrer harmonischen Charaktereigenschaften gerne
getrunken. In der Farbe sind sie blassgelb bis hellgelb und mit einem
mittleren Körper. Tragen sie die Bezeichnung Rivaner auf dem
Etikett, so kann man davon ausgehen, dass es sich um einen trockenen,
eher jugendlichen, leichten und frischen Wein handelt.
Weißer Burgunder – Adel
verpflichtet
Er gilt als der deutsche König unter den weißen
Burgundersorten. Nachweislich bekannt ist der Pino Blanc seid dem 14.
Jahrhundert.
Dezente Aromen von grüne Nüsse, Apfel, Birne, Quitte,
Aprikose, Zitrusfrüchte oder frische Ananas zeichnen den
Weißburgunder aus, seine Farbe ist blass- bis hellgelb und er
besticht durch eine angenehm erfrischende, feinrassige Säure
bei meist geringerem Alkoholgehalt. Ein idealer Sommerwein.
Riesling – Deutsche
Weinkultur
Riesling ist in jeder Hinsicht die Königin der Rebsorte,
qualitativ sehr hochwertig und die Nummer 1 bei der Verbreitung in
Deutschland.
Die frühe Verbreitung des Rieslings mit ersten Belegen
für das 15. Jahrhundert, der Wuchs, die
Größe der Traubenbeeren, die lange Reifezeit und
Frostfestigkeit zeigen die Verwandtschaft mit den Wildreben. Der
Riesling ist eine langsam reifende Rebsorte, deren prägendes
Element die fruchtige Säure ist.
Charakteristisch für den Riesling ist eine blassgelbe, ins
grünlich-gelbe tendierende Farbe, der deutliche Duft von
Pfirsich oder Apfel und seine rassige Säure. Ein Wein zu einem
guten Essen oder einfach zum genießen.
Grauer Burgunder - Ruländer
Die Bezeichnung Ruländer geht auf den Kaufmann Johann Ruland
zurück, der 1711 im pfälzischen Städtchen
Speyer in einem Garten die (ihm unbekannten) Burgunderreben vorfand und
vermehrte. Die hohe Qualität der Weine überzeugte die
Winzer wohl schon im 19. Jahrhundert; stolz gaben sie der Sorte
regional unterschiedliche Namen, die zwischenzeitlich verschwunden
sind. "Ruländer" ist der Name, unter dem die Rebsorte
klassifiziert ist, "Grauer Burgunder" und "Grauburgunder" sind die
für deutsche Weine dieser Sorte zulässigen Synonyme.
Es finden sich insbesondere Duftaromen von grünen
Nüssen, Mandeln, frischer Butter sowie fruchtige Aromen, die
an Birne, Trockenobst und Rosinen, Ananas und Zitrusfrüchte
erinnern.
Spätburgunder – für
gehobene Ansprüche
Der blaue Spätburgunder verkörpert qualitativ die
Spitze unter den Rotweinen.Er wird vornehmlich als trockener Rotwein
ausgebaut, bei höheren Qualtitäten kommen
häufig auch Barriquefässer zum Einsatz. Die edle und
sehr alte Sorte verlangt viel Sorgfalt und stellt hohe
Ansprüche an Klima und Boden. Am besten gedeiht sie in so
genannten Rieslinglagen, also besten Lagen. Sind die Wuchsbedingungen
gut, läuft sie zur Hochform auf und lohnt die Mühe
mit den schönsten Rotweinen der Welt.
Spätburgunderweine schmecken vollmundig und samtig und haben
ein fruchtiges Aroma und Nuancen von Mandel. Der typische
Spätburgunder hat einen leicht süßlichen
Duft nach roten Früchten, von Erdbeere über Kirsche
und Brombeere bis hin zur schwarzen Johannisbeere.
Weißherbst - Rosewein
Die Weißherbst- und Roseweine Aus der
Spätburgundertraube gelten als badische Spezialität.
Der Begriff Weißherbst bezeichnet keine Rebsorte, sondern
eine Weinart. Werden Rotweintrauben sofort ausgepresst, löst
sich nur wenig Rotweinfarbstoff aus den Beerenhülsen heraus.
Man erhält einen hellroten Wein, der nur wenig Gerbstoff
enthält.
Der Geschmack erinnert an Johannisbeeren, Pfirsich und Aprikosen. Der
Wein präsentiert sich sehr vornehm mit eleganten und
fruchtigem Geschmack. Er ist sehr bekömmlich mit einer
goldenen Rosefarbe.